Polizeieinsatz auf ehemaligem Truppenübungsplatz

Foto: Dr. Tilo Geisel
Heidelandschaft auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog, Foto: Dr. Tilo Geisel

Illegale Nutzung von Bunkeranlagen ist gefährlich und wird zur Anzeige gebracht



Luckenwalde/Jüterbog/Treuenbrietzen, 17.08.2021. Der ehemalige Truppenübungsplatz Jüterbog ist ein munitionsbelastetes Naturschutzgebiet. Von Altmunition, über- und unterirdischen Bauwerken gehen hier erhebliche Gefahren aus. Bei einer illegalen Feier in einem Bunker hat die Polizei Luckenwalde am 8. August Personalien von mehreren Personen aufgenommen. Die Flächeneigentümerin Stiftung Naturlandschaften Brandenburg weist auf die Gefahren hin und hat Anzeige erstattet. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Bereits zum wiederholten Mal fand an einem Bunker auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog eine illegale Feier statt, die von der Polizei aufgelöst wurde. Am 8. August wurden Personalien von mehreren jungen Erwachsenen aufgenommen, die dort gefeiert hatten. Nach Schätzungen von Augenzeugen waren ursprünglich mehr als 40 Feiernde vor Ort.
Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg hat Anzeige erstattet und weist auf die Gefahren hin, denen sich die illegal feiernden aussetzen. Außerhalb der markierten, von Munition befreiten Wanderwege gehen von den Flächen erhebliche Gefahren aus, insbesondere durch Munition und Munitionsteile, einsturzgefährdete Bauwerke sowie unterirdische Anlagen. In der Vergangenheit brachten sich bereits mehrfach Menschen durch illegale Befahrung und Begehung des unwegsamen Geländes in Gefahr, trugen teils dauerhafte gesundheitliche Schäden davon. Die Flächeneigentümerin Stiftung Naturlandschaften Brandenburg appelliert für die Sicherheit von Leib und Leben an die Einhaltung des Fahrverbotes und Wegegebotes. Illegale Aktivitäten werden weiterhin konsequent verfolgt und zur Anzeige gebracht.

Im gesamten Areal gilt ein Wegegebot. Es ist als Naturschutzgebiet Forst Zinna-Jüterbog-Keilberg ausgewiesen und gehört zu den bedeutendsten Naturschätzen Brandenburgs. Gleichzeitig steht es als Flora Fauna Habitat- sowie Vogelschutzgebiet unter europäischem Schutz.

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg betreut das Gebiet mit dem Ziel, Wildnisentwicklung zu ermöglichen und erlebbar zu machen. Sie hat in den Randbereichen ein rund 30 km langes Wanderwegenetz geschaffen und bietet geführte Exkursionen an. Informationen zu den Erlebnismöglichkeiten sind auf der Stiftungswebsite unter folgendem Link abrufbar:
www.stiftung-nlb.de/wildnis-erleben

 

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Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg engagiert sich als „Die Wildnisstiftung“ seit ihrer Gründung im Jahr 2000 mit eigenen Flächen und Expertise für Wildnisgebiete und deren Vernetzung.
Sie ist eine der größten privaten Eigentümerinnen von Wildnisgebieten in Deutschland.
Stifter sind das Land Brandenburg, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, der Naturschutzbund
Deutschland (NABU), die Umweltstiftung WWF Deutschland, der Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung, die Gregor Louisoder Umweltstiftung und eine Privatperson.
Die private Stiftung besitzt und verwaltet auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen Jüterbog, Heidehof, Lieberose und Tangersdorf Flächen im Umfang von rund 13.700 ha. Sie setzt sich für die ökologische Vernetzung ihrer Flächen ein und macht sie erlebbar. Als Vermittlerin von Fachwissen und Expertenaustausch engagiert sie sich dafür, das Thema Wildnisschutz im politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs voranzubringen.

Weitere Informationen zur Stiftung unter www.stiftung-nlb.de
Weitere Informationen zu Wildnisschutz unter www.wildnisindeutschland.de

Fotogalerie Projekte - ökologischer Korridor

Fotofalle: Welpen in Lieberose
Studenten bei der Feldarbeit © Daniel Rosengren
Fotofalle | Foto © Daniel Rosengren_ZGF_800
Ökologischer Korridor, Fotofalle von Wolf bei einer Unterfuehrung
Wildniskonferenz 2015 Exkursion der Teilnehmer