Verbesserter Waldbrandschutz auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog

V. l. n. r.: Dr. Andreas Meißner (Geschäftsführer Stiftung Naturlandschaften Brandenburg), Christian Watermann (Liegenschaftsbeauftragter Außenstelle Jüterbog der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg), Gerhard Maetz (Beiratsvorsitzender Stiftung Naturlandschaften Brandenburg), Michael Ebell (Leiter Landesbetrieb Forst Brandenburg Oberförsterei Jüterbog), Dietlind Biesterfeld (Beigeordnete des Landkreises Teltow-Fläming), René Stephan (stellv. Stadtbrandmeister und Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Luckenwalde), Jens Bandelin (Leiter Revier Keilberg Oberförsterei Jüterbog vom Landesbetrieb Forst Brandenburg) und Elisabeth Herzog-von der Heide (Bürgermeisterin Luckenwalde). Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg

Das Waldbrandschutzsystem auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog wurde von der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg in den letzten Jahren weiter verbessert. Nun ist mit der Instandsetzung eines Brandschutzweges und der Kampfmittelberäumung eines Waldweges bei Frankenfelde ein weiterer Lückenschluss erreicht. Landkreis-Beigeordnete Dietlind Biesterfeld und Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide nahmen gestern mit Feuerwehr, Stiftung und weiteren Partnern an einer Exkursion zu den Maßnahmen teil.

Der Großbrand von 2019 hat im Norden des ehemaligen Truppenübungsplatzes Jüterbog deutliche Spuren hinterlassen. Um die Sicherheit bei Waldbränden weiter zu erhöhen, hat die Flächeneigentümerin Stiftung Naturlandschaften Brandenburg in enger Abstimmung mit Feuerwehr, Landkreis, Forstverwaltung, Naturschutz und vielen weiteren Partnern das bestehende Waldbrandschutzsystem ausgewertet und weiter angepasst. Als wichtiger Lückenschluss im nördlichen System wurde der nun für Feuerwehrfahrzeuge durchgängig befahrbare Waldbrandschutzweg zwischen Luckenwalde und Felgentreu mit ca. 7,5 km Länge fertiggestellt. Dazu konnte ein weiterer Weg zu einem Löschbrunnen von Munition befreit werden und ist nun ebenso für Feuerwehr und Rettungskräfte befahrbar.

Bei einer Exkursion am 15.7. trafen sich Dietlind Biesterfeld, Beigeordnete des Landkreises Teltow-Fläming und Elisabeth Herzog-von der Heide, Bürgermeisterin Luckenwalde, mit Vertretern der Feuerwehr Luckenwalde und der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Gemeinsam nahmen sie den auf einer Länge von rund 540 m geschotterten Wegeabschnitt, der mit Förderung des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums fertiggestellt wurde, und weitere Brandschutzmaßnahmen in Augenschein.
„Wir freuen uns, mit dieser Maßnahme den Waldbrandschutz für die Region weiter zu erhöhen.“, sagt Dr. Andreas Meißner, Geschäftsführer der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. „Ziel des Waldbrandschutzkonzeptes ist es, eine Ausbreitung und ein Übergreifen von Feuern zu verhindern und die munitionsbelasteten Flächen in den Naturschutz- und Wildnisgebieten von Eingriffen weitestgehend freizuhalten.“

Das Waldbrandschutzsystem mit Elementen wie Waldbrandschutzschneisen, befahrbaren Wegen und Löschwasserentnahmestellen wird regelmäßig unterhalten und im Rahmen von Brandschutzübungen überprüft. Brände werden mit den Einsatzkräften und Partnern ausgewertet und die Waldbrandschutzkonzepte bei Bedarf an neue Situationen angepasst. Zur Umsetzung der Maßnahmen beantragt die Stiftung Fördergelder und setzt Eigenmittel sowie eigenes Personal zu Kontrolle und Pflege ein.
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Bildunterschrift (von links nach rechts): Dr. Andreas Meißner (Geschäftsführer Stiftung Naturlandschaften Brandenburg), Christian Watermann (Liegenschaftsbeauftragter Außenstelle Jüterbog der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg), Gerhard Maetz (Beiratsvorsitzender Stiftung Naturlandschaften Brandenburg), Michael Ebell (Leiter Landesbetrieb Forst Brandenburg Oberförsterei Jüterbog), Dietlind Biesterfeld (Beigeordnete des Landkreises Teltow-Fläming), René Stephan (stellv. Stadtbrandmeister und Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Luckenwalde), Jens Bandelin (Leiter Revier Keilberg Oberförsterei Jüterbog vom Landesbetrieb Forst Brandenburg) und Elisabeth Herzog-von der Heide (Bürgermeisterin Luckenwalde).
Foto: Stiftung Naturlandschaften Brandenburg

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Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg engagiert sich als „Die Wildnisstiftung“ seit ihrer Gründung im Jahr 2000 mit eigenen Flächen und Expertise für Wildnisgebiete und deren Vernetzung.
Sie ist eine der größten privaten Eigentümerinnen von Wildnisgebieten in Deutschland.
Stifter sind das Land Brandenburg, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, der Naturschutzbund
Deutschland (NABU), die Umweltstiftung WWF Deutschland, der Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung, die Gregor Louisoder Umweltstiftung und eine Privatperson.
Die private Stiftung besitzt und verwaltet auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen Jüterbog, Heidehof, Lieberose und Tangersdorf Flächen im Umfang von rund 13.700 ha. Sie setzt sich für die ökologische Vernetzung ihrer Flächen ein und macht sie erlebbar. Als Vermittlerin von Fachwissen und Expertenaustausch engagiert sie sich dafür, das Thema Wildnisschutz im politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs voranzubringen.

Weitere Informationen zur Stiftung unter www.stiftung-nlb.de
Weitere Informationen zu Wildnisschutz unter www.wildnisindeutschland.de

Fotogalerie Projekte - ökologischer Korridor

Fotofalle: Welpen in Lieberose
Studenten bei der Feldarbeit © Daniel Rosengren
Fotofalle | Foto © Daniel Rosengren_ZGF_800
Ökologischer Korridor, Fotofalle von Wolf bei einer Unterfuehrung
Wildniskonferenz 2015 Exkursion der Teilnehmer