Spielend lernen wie Wildtiere wandern

Neues Umweltbildungsspiel macht ökologische Korridore für Klein und Groß verständlich

Blankensee, 16. September 2014. Wie Wölfe, Fischotter, Biber und Co wandern, können Kinder und Erwachsene jetzt an einem neuen Spielgerät im Wildgehege Glauer Tal erkunden. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg veranschaulicht mit dem Umweltbildungsspiel, wie ökologische Korridore funktionieren und was wandernde Wildtiere brauchen, um Hindernisse auf ihrem Weg zu überwinden. Finanziert wurde es über eine Spende der EMB Energie Mark Brandenburg GmbH und ihrer Kunden im Rahmen des Tarifangebotes EMB Natur. Zum Ausprobieren und Spielen lädt z.B. das NaturParkFest am 28. September 2014 ein.

Der neue Spieltisch aus Holz steht im ehemaligen Kommandoturm im Wildgehege Glauer Tal zum Ausprobieren bereit. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg hat ihn entwickeln lassen, um zu verdeutlichen, wie ökologische Korridore funktionieren und warum sie in unserer stark genutzten Kulturlandschaft immer wichtiger werden. Ziel des Spieles ist es, die Figuren Wolf, Fischotter, Bechsteinfledermaus, Biber und Rothirsch auf sicherem Weg von einem Naturgebiet in das andere zu bringen. Dabei versetzen sich die Spieler in die Sichtweise der Tiere, die auf der Suche nach Nahrung, Fortpflanzungspartnern und Rastquartieren weite Wanderungen unternehmen müssen, und lernen deren spezielle Bedürfnisse und Eigenheiten kennen.

Das Spiel ist inhaltlich an das Projekt „Ökologischer Korridor Südbrandenburg“ der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg angelehnt und ein Baustein der Umweltbildungsausstellung des Naturparks Nuthe-Nieplitz.

Wer sich mit Fischotter, Wolf und Co. auf den Weg machen möchte, kann das Spiel zu den Öffnungszeiten des NaturParkZentrums am Wilgehege Glauer Tal ausprobieren. Eine gute Gelegenheit ist z.B. das kommende NaturParkFest am 28. September mit großem Festprogramm und vielen weiteren Umweltbildungsangeboten. Das Programm und Informationen zu Öffnungszeiten und Anreise sind unter www.naturpark-nuthe-nieplitz.de veröffentlicht.
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Stiftung Naturlandschaften Brandenburg

Im Mai 2000 wurde die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg vom Land Brandenburg, der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Umweltstiftung WWF Deutschland, dem Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung und einer Privatperson gegründet. Ihr Ziel ist es, Wildnisentwicklung auf ihren Flächen zu ermöglichen und diese den Menschen näher zu bringen.

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg besitzt und verwaltet auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen Jüterbog, Heidehof, Lieberose und Tangersdorf Flächen im Umfang von rund 12.800 ha. Mit dem Projekt „Ökologischer Korridor Südbrandenburg“ setzt sich die Stiftung für die ökologische Vernetzung wertvoller Wald- und Feuchtgebiete für wandernde Wildtiere ein. Förderer der aktuellen Projektphase sind die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg, der WWF Deutschland und das Brandenburgische Umweltministerium.

Weitere Informationen unter www.stiftung-nlb.de und www.wildkorridor.de

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Gehen mit den Wildtieren an den Start (v.l.n.r.): Elisabeth Hofmann (Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V.), Kordula Isermann (Leiterin Naturpark Nuthe-Nieplitz), Anika Niebrügge (Stiftung Naturlandschaften Brandenburg), Jochen-Christian Werner (EMB Energie Mark Brandenburg GmbH). Foto: Maik Marsch.