Stiftung engagiert sich für Waldbrandschutz

Löschbrunnen SNLB
Löschbrunnen SNLB

- Waldbrandschutzsystem mit Brunnen und Schneisen bei Neuheim und Klausdorf erweitert
- Jüterboger Außenstelle der Stiftung wird personell verstärkt

Luckenwalde/Jüterbog, 29.04.2020. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog hat die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg die Waldbrandsicherheit weiter erhöht. In Abstimmung mit Feuerwehr, Forstverwaltung, Naturschutz und Brandschutzexperten hat die Stiftung das Waldbrandschutzsystem nach Auswertung der letzten Brände angepasst und erweitert. Zur Verstärkung der Außenstelle in Jüterbog stellt die Stiftung eine/n weitere/n Liegenschaftsbetreuer/in ein.

Das Waldbrandschutzsystem auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog besteht unter anderem aus Waldbrandschneisen, die als Feuerbarrieren dienen, Wegen und Löschwasserentnahmestellen. Es dient dazu, die Sicherheit der Anwohner und Einsatzkräfte zu gewährleisten und das Übergreifen von Feuern auf Nachbarflächen zu verhindern.

Zur Vorbereitung auf die Waldbrandsaison fanden bereits Anfang des Jahres Instandsetzungsarbeiten und Baumfällungen auf mehreren Waldbrandschutzschneisen statt. Insgesamt hat das System von Brandschutzschneisen der Stiftung eine Länge von rund 40 Kilometern. Zum Schutz der Ortslage Klausdorf hat die Stiftung es um rund zwei Hektar Fläche sowie bei Felgentreu um weitere 2 Hektar erweitert. Das bestehende umfangreiche Brunnensystem auf ihren Flächen erweiterte sie mit drei neuen Brunnen, so dass mindestens alle zwei Kilometer entlang der Brandschutzschneisen Brunnen vorhanden sind. Die Feuerwehr hat die Brunnen bereits getestet und abgenommen. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg setzt die Maßnahmen mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (EU-MLUL-Forst-RL) um. Das Land Brandenburg zeichnete die Maßnahmen für die vorbildliche Umsetzung im April als „ELER-Projekt des Monats“ aus.

Zur Verbesserung der Sicherheit für die Ortslage Neuheim hat die Stiftung eine 3,6 Kilometer lange Waldbrandschutzschneise von Munition befreit und neu angelegt. Die Brandschutzschneise wird beidseitig von je drei Meter breiten Wundstreifen (Sandstreifen ohne Vegetation) und soweit vorhanden, Laubholzbeständen mit geringer Brandlast begleitet. Als anteilige Finanzierungsunterstützung hat die Stiftung Zuwendungen für Naturschutzmaßnahmen und Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald (MLUL-Forst-RL-NSW und BEW) beantragt.

Voraussetzung aller Waldbrandschutzmaßnahmen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz ist die vollständige Entfernung von Munition auf den betroffenen Flächen. Diese nutzungsabhängige Entmunitionierung hat die Stiftung bislang fast vollständig aus Eigenmitteln finanziert. Seit 2019 nutzt die Stiftung auch die Möglichkeit einer anteiligen finanziellen Unterstützung der Kampfmittelräumung aus Landesmitteln. Für die Planung und Koordination sowie zur Unterstützung der praktischen Umsetzung der Maßnahmen setzt die Stiftung eigenes Personal ein. Für die stetig gewachsenen Aufgaben sucht die Stiftung aktuell Teamverstärkung in der Außenstelle Jüterbog. Sie hat zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer weiteren Liegenschaftsbetreuung (m/w/d) ausgeschrieben.
Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg besitzt und betreut insgesamt 13.600 Hektar Flächen auf vier ehemaligen Truppenübungsplätzen in Brandenburg. Die aus Sicherheitsgründen erforderlichen Waldbrandschutzmaßnahmen setzt die Stiftung auf unter einem Prozent ihrer Flächen (ca. 120 Hektar) um. Auf über 75 Prozent der Flächen kann sich die Natur frei entwickeln. Hier entstehen Urwälder von morgen – große, unzerschnittene Wildnisgebiete als wertvolle Naturschätze in der fast flächendeckend genutzten Landschaft. Mit Wanderwegen und geführten Exkursionen macht die Stiftung Schönheit und Faszination der Wildnisgebiete erlebbar.

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Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg engagiert sich als „Die Wildnisstiftung“ seit ihrer Gründung im Jahr 2000 mit eigenen Flächen und Expertise für Wildnisgebiete und deren Vernetzung.
Sie ist eine der größten privaten Eigentümerinnen von Wildnisgebieten in Deutschland.
Stifter sind das Land Brandenburg, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, der Naturschutzbund Deutschland (NABU), die Umweltstiftung WWF Deutschland, der Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung, die Gregor Louisoder Umweltstiftung und eine Privatperson.
Die private Stiftung besitzt und verwaltet auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen Jüterbog, Heidehof, Lieberose und Tangersdorf Flächen im Umfang von rund 13.600 ha. Sie setzt sich für die ökologische Vernetzung ihrer Flächen ein und macht sie erlebbar. Als Vermittlerin von Fachwissen und Expertenaustausch engagiert sie sich dafür, das Thema Wildnisschutz im politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs voranzubringen.

Weitere Informationen unter www.stiftung-nlb.de