Nach den Waldbränden in Lieberose: Ermittlungsgruppe der Polizei untersucht wegen Verdachts auf Brandstiftung

Lieberose, 13. August 2019. Nach den Waldbränden auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lieberose ist weiterhin voller Einsatz gefragt: Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg unterstützt die konsequenten Untersuchungen wegen Verdachts auf Brandstiftung durch die Polizei. Um Hinweise aus der Bevölkerung wird gebeten.
Die Waldbrände auf den Stiftungsflächen bei Jüterbog und Lieberose sind überstanden. Höchster Dank gilt den Einsatzkräften, die unermüdlich an der Brandbekämpfung mitgewirkt haben sowie der örtlichen Bevölkerung, die diese trotz der Belastungen mit viel praktischer Hilfe und Zuspruch unterstützte. „Allen beteiligten Partnern, den Einsatzkräften aus Kommunen, Landkreisen, Land und Bund, den Mitarbeitern des Landesbetriebs Forst Brandenburg, den vielen freiwilligen Helfern, beteiligten Institutionen und Firmen gilt unser größter Dank.“, sagt Dr. Andreas Meißner, Geschäftsführer der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg.

„Für die Lieberoser Flächen hoffen wir nun auf Aufklärung durch die Untersuchungen wegen Verdachts auf Brandstiftung.“, so Meißner weiter. Seitens der Polizei wurde unter Hinzuziehung von Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes für die Flächen der Lieberoser Heide festgestellt, dass eine vorsätzliche Brandstiftung als Entstehungsursache nicht ausgeschlossen werden kann. Die Untersuchungen dazu werden von einer Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei der Polizeiinspektion Dahme-Spreewald geführt. Diese ist mit der Untersuchung der Ursachen der Brände sowohl aus diesem Jahr als auch aus dem Jahr 2018 in der Lieberoser Heide befasst.

Die Stiftung hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet und setzt sich für die Aufklärung der Brandursachen ein. Um Hinweise aus der Bevölkerung, z. B. zu illegaler Befahrung im Naturschutzgebiet Lieberoser Endmoräne, wird dringend gebeten. Die Polizei Brandenburg hat einen Fahndungsaufruf herausgegeben: „Wer Personen beim Betreten oder Befahren, ob mit Fahrrad, Moped oder PKW in den gesperrten Waldflächen bzw. in der Nähe des Brandortes gesehen oder Dinge festgestellt hat, die ihm nicht plausibel erscheinen, wird gebeten, sich mit seinen Hinweisen bei der Polizeiinspektion in Königs Wusterhausen unter der Telefonnummer: 03375 270 1224 bzw. jeder anderen Polizeidienststelle oder im Internet zu melden.“