Wir freuen uns über Verstärkung für die Wildnis

Neu und doch vertraut: Die Wildnisstiftung begrüßt Sophie Büchner und Alexander Haase in ihrem Team in Lieberose!

Lieberose, 18.01.2024. Beide sind in der Region tief verwurzelt und haben ein Herz für die Wildnis. Sophie Büchner und Alexander Haase arbeiten seit Januar für die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – die Wildnisstiftung in Lieberose. Die Mitwirkung am Aufbau des neuen Kompetenzzentrums Waldbrandschutz und Wildnisentwicklung sowie an innovativen Angeboten für Besucher*innen gehören zu ihren spannenden Aufgaben. Beide kennen die Region schon seit vielen Jahren und haben bereits als Freiwillige für die Stiftung gearbeitet.

Mit Beginn des neuen Jahres ist die Lieberoser Außenstelle der Wildnisstiftung dank Sophie Büchner und Alexander Haase vollständig. Beide haben im Januar ihre Arbeit für die Wildnisstiftung im Schlosshof 1 aufgenommen. Sie arbeiten an wichtigen Großprojekten wie dem Aufbau des Kompetenzzentrums Waldbrandschutz und Wildnisentwicklung in Kooperation mit dem Landesbetrieb Forst und der Naturwelt Lieberoser Heide, an der Vorbereitung eines Besucherinfozentrums und an weiteren innovativen Naturerlebnisprojekten. Besonders wichtig ist beiden die Nähe zu den Menschen vor Ort. Zusammen mit Stiftungsranger Jürgen Wagner bieten sie kostenfreie Führungen an und haben ein offenes Ohr für alle Fragen zur Wildnis.

Beide sind in der Region bereits bekannte Gesichter. Alexander Haase, der neue Projektmanager Wildnisentwicklung, ist im Spreewald aufgewachsen und hat 2008 ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der Stiftung in Lieberose absolviert. Nach seinem Forstreferendariat war er beim Staatsbetrieb Sachsenforst und bei der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt tätig. Die Lausitz mit ihrer einmaligen Natur liegt ihm besonders am Herzen: „Die Nutzung der Landschaft und ihrer Ressourcen war und ist hier von großer wirtschaftlicher Bedeutung.“, sagt Alexander Haase. „Mancherorts hat dies aber auch tiefe Wunden in der Landschaft hinterlassen. Wertvolle Arten und Biotope sind im Laufe der Zeit verloren gegangen. Umso wichtiger ist es, dass es auch Gebiete gibt, die der Natur zurückgegeben werden – wo sie sich ohne menschliche Eingriffe entwickeln kann.“ Seine Zukunftsvision ist ein Stück Wildnis in der Lausitz, das für Menschen erlebbar ist und als Wert für die Region Wirkung zeigt.

Auch Sophie Büchner hat die Stiftung durch ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr kennengelernt und sich bereits 2014 in das Wildnisgebiet und die Region verliebt. Während ihres Studiums „Naturschutz und Landnutzungsplanung“ bot sie Exkursionen für die Wildnisstiftung an und erforschte die Geschichte des Naturschutzes in der Lieberoser Heide. Nach beruflichen Stationen in der Kommunikation und Umweltbildung des Nationalparks Hainich und bei der Natura 2000-Station Gotha/Ilm-Kreis ist sie jetzt zurückgekehrt an ihren Wunsch-Arbeitsort. Sie freut sich besonders darauf, ihre Faszination für das Wildnisgebiet mit den Menschen vor Ort zu teilen: „Die Lieberoser Heide ist ein einzigartiger Naturraum. Nirgendwo liegen Seen, Moore, Wälder, Heideflächen und Trockenrasen so nah beieinander. Ein ganz besonderer Schatz sind die Wildnisflächen im Herzen der Lieberoser Heide. Hier können wir beobachten, wie sich die Natur den ehemaligen Truppenübungsplatz zurückerobert.“, so die neue Projektmanagerin Regionalentwicklung.
Für ein Kennenlernen lädt sie herzlich zu ihren Exkursionen am 3. und 24. März 2024 ein:

So 03. März, 10:00 – 12:00 Uhr: Tiere im Winter 
Kommen Sie mit auf eine Führung durchs Wildnisgebiet der Naturwelt Lieberoser Heide.  

Wie verbringen Moorfrosch, Kleiner Feuerfalter und Ziegenmelker den Winter? Bei dieser kleinen Exkursion wollen wir die verschiedenen Überwinterungsstrategien der Bewohner des Wildnisgebietes kennenlernen. Mit etwas Glück entdecken wir auch die ein oder andere Tierspur, vielleicht sogar im Schnee. 


So 24. März, 13:00 – 15:00 Uhr: Frühlingserwachen

Der Winter ist in seinen letzten Zügen und langsam erwacht das Wildnisgebiet zu neuem Leben.

Lassen Sie uns gemeinsam bestaunen, wie sich das frische Grün der Blätter entfaltet und sich die ersten Frühlingsboten zeigen. Das Konzert der balzenden Vögel wird uns dabei begleiten.
Treffpunkt
für beide Führungen ist der Parkplatz Wildnispfad/Bergsee (500 m nördlich des Ortsausgangsschildes von 15913 Butzen auf der rechten Seite).
Hinweise: Geeignet für die ganze Familie. Die Führung ist ein kostenloses Angebot der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, eine Spende wird erbeten. 
Anmeldung erforderlich über den Veranstaltungskalender der Naturwelt Lieberoser Heide unter www.naturwelt-lieberose.de

Mitmachen und Wildnis schützen!
Möchten Sie uns dabei helfen, wertvolle Wildnis zu erhalten, Wölfe und Wildkatzen zu schützen oder Wildniswissen an Erwachsene und Kindern zu vermitteln?
Wir freuen uns, Sie als Spender*in zu begrüßen und bieten verschiedene Patenschaften an.
Die Wildnisstiftung ist gemeinnützig tätig und Ihre Spende ist steuerlich absetzbar.

Gern beraten wir Sie zu Möglichkeiten des Engagements. Informationen finden Sie online unter www.stiftung-nlb.de/spenden-helfen

 

Stiftung Naturlandschaften Brandenburg – Die Wildnisstiftung

Die Wildnisstiftung engagiert sich seit ihrer Gründung im Jahr 2000 mit eigenen Flächen und Expertise für Wildnisgebiete und deren Vernetzung. Sie ist eine der größten privaten Eigentümerinnen von Wildnisgebieten in Deutschland.

Stifter sind das Land Brandenburg, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, der Naturschutzbund

Deutschland (NABU), die Umweltstiftung WWF Deutschland, der Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung, die Gregor Louisoder Umweltstiftung und eine Privatperson.

Die private Stiftung besitzt und verwaltet auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen Jüterbog, Heidehof, Lieberose und Tangersdorf Flächen im Umfang von rund 13.700 Hektar. Sie setzt sich für die ökologische Vernetzung ihrer Flächen ein und macht sie erlebbar. Als Vermittlerin von Fachwissen und Expertenaustausch engagiert sie sich dafür, das Thema Wildnisschutz im politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs voranzubringen.

Weitere Informationen zur Wildnisstiftung unter www.stiftung-nlb.de