Waldbrandschutz wird weiter verbessert

Stiftung engagiert sich mit Partnern weiter für Verbesserung des Waldbrandschutzes

Die zahlreichen und umfänglichen Waldbrände auf den Flächen der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg bei Lieberose und Jüterbog werden gemeinsam mit allen Beteiligten ausgewertet und die bestehenden Waldbrandschutzsysteme erweitert und angepasst. Zurzeit laufen Pflege und Neuanlage von Waldbrandschutzstreifen und Brandschutzwegen sowie der Neubau von Löschbrunnen. Für die Entmunitionierung entsprechender Flächen werden weiterhin Gelder benötigt.

„Nach den großen Waldbränden konzentrieren wir gemeinsam mit den beteiligten Partnern vor Ort unsere Kräfte auf die weitere Verbesserung des vorbeugenden Waldbrandschutzes.“, sagt Dr. Andreas Meißner, Geschäftsführer der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Für die Lieberoser und Jüterboger Flächen der Stiftung wurden im ersten Halbjahr 2019 neue Waldbrandschutzkonzepte abgestimmt und von den zuständigen Ministerien freigegeben. Umfangreiche Maßnahmen befinden sich in Umsetzung und Planung.

Auf den Lieberoser Flächen wurde der 6 km lange und 30-50 m breite Waldbrandschutzstreifen im Rahmen der regelmäßigen Pflege von Vegetation befreit. Im September erfolgt die Neuanlage von zwei Löschwasserbrunnen an zentral erreichbaren Punkten im Westen und Osten der Fläche. Finanziert werden die Maßnahmen mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (EU-MLUL-Forst-RL). Ein zusätzlicher Schutzstreifen von 1,7 km Länge sowie weitere Wegeinstandsetzungsmaßnahmen werden aktuell von der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg vorbereitet.

Auf den Jüterboger Stiftungsflächen soll der rund 40 km lange, regelmäßig gepflegte Waldbrandschutzstreifen in Kürze erweitert werden. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg bereitet aktuell die Neuanlage eines Waldbrandschutzweges mit begleitendem Wundstreifen und Wegeinstandsetzungen bei Neuheim sowie eine Erweiterung bei Klausdorf mit umfangreichen Eigenmitteln vor. Ein Löschbrunnen bei Altes Lager wurde bereits im Rahmen des Ausbaus regenerativer Energiequellen mit Finanzierung durch Enercon neu angelegt. Ein weiterer Brunnen nördlich von Neuheim wird zurzeit instand gesetzt. Aus Eigenmitteln hat die Stiftung in 2019 bereits 50.000 Euro für die Entmunitionierung eingesetzt, weitere 30.000-50.000 Euro sollen noch im Herbst/Winter 2019/2020 hinzukommen. Nach wie vor fehlen jedoch weitere Gelder für die Herstellung der Kampfmittelfreiheit, die Grundvoraussetzung für die Umsetzung von Waldbrandschutzmaßnahmen auf den munitionsbelasteten ehemaligen Truppenübungsplätzen ist. Hier ist die private Stiftung auf Unterstützung durch Land und Bund angewiesen.

Die von der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg jeweils in Kooperation mit Landkreisen, Feuerwehr, Forstverwaltung, Naturschutz und weiteren Experten umgesetzten Waldbrandschutzsysteme werden regelmäßig gepflegt und im Rahmen von Brandschutzübungen überprüft. Brandereignisse werden gemeinsam mit allen Partnern ausgewertet und neuer Bedarf an die aktuelle Situation angepasst. Die Maßnahmen werden dabei von den Stiftungsmitarbeitern koordiniert und mithilfe beantragter Fördermittel sowie Eigenmitteln der Stiftung umgesetzt. 

Weiterhin ermittelt die Polizei wegen Verdachts auf Brandstiftung auf den Lieberoser Stiftungsflächen. Um
Hinweise aus der Bevölkerung, z. B. zu illegaler Befahrung im Naturschutzgebiet Lieberoser Endmoräne wird dringend gebeten. Diese können an die Polizeiinspektion in Königs Wusterhausen unter der Telefonnummer 03375-270 1224 bzw. an jede andere Polizeidienststelle oder im Internet gemeldet werden.

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Weitere Förderhinweise und aktuelle Vorhaben sind unter folgendem Link abrufbar: 

https://www.stiftung-nlb.de/de/projekte/waldbrandschutz