Auf frischer Tat ertappt: Illegale Aktivitäten im Naturschutzgebiet werden verfolgt

Jüterbog/Luckenwalde/Treuenbrietzen, 21. Mai 2019. Aktuell häufen sich illegale Aktivitäten im Naturschutzgebiet auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog. Polizei, Oberförsterei und Stiftung Naturlandschaften Brandenburg gehen gemeinsam verstärkt gegen die Täter vor, um Natur und Besucher des Wildnisgebietes zu schützen.

Bei einem Einsatz am 12. Mai konnten insgesamt 12 Personen und 5 Fahrzeuge polizeilich erfasst werden. Die Täter leisten Entschädigungszahlungen in vierstelliger Höhe. Noch gesucht werden die Verursacher großer Müllablagerungen Nähe Neuheim und Frankenfelde. Gegen illegale Befahrung finden Bestreifungen mit Unterstützung aus der Luft statt.

Das Frühlingswetter lockt nicht nur Wanderer und Naturliebhaber nach draußen. Auch illegale Befahrung und Vandalismus nehmen in der warmen Jahreszeit zu. Darunter leiden das Naturschutzgebiet auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog und dessen Besucher. Illegale Aktivitäten wie Müllablagerung, Motocross fahren, Campieren und Feuer machen, bringen erhebliche Gefahren für Mensch und Natur mit sich.

Bei einem Einsatz am 12. Mai konnten Polizei und Oberförsterei erfolgreich mehrere Täter dingfest machen. 12 Personen und 5 Fahrzeuge wurden am 12. Mai an einem zentralen Punkt im Totalreservat des Naturschutzgebietes gestellt. Verloschene Feuer, Müll und Campingausrüstung zeugten von einer privaten Feier – gefährlicher Leichtsinn angesichts der hohen Waldbrandgefahr auf dem munitionsbelasteten ehemaligen Truppenübungsplatz. Die Täter leisten Entschädigungszahlungen in vierstelliger Höhe.

Hohe Bußgelder erwarten die noch unbekannten Täter, die das Naturschutzgebiet nahe Neuheim vor wenigen Tagen als Müllkippe missbraucht und hier Abfälle im Umfang einer LKW‐Ladung illegal abgelagert haben. Auch bei Frankenfelde gab es illegale Müllablagerungen. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg wird die Vorfälle zur Anzeige bringen.

Auch illegale Befahrung ist ein hartnäckiges Problem im Naturschutzgebiet auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog und stellt eine ernstzunehmende Gefahr für Mensch und Natur dar. So wurde in der Vergangenheit bereits ein Wanderleiter der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg verletzt, als ein unbekannter Motocrossfahrer am Aussichtspunkt Wurzelberg in eine Wandergruppe raste.
Um die Täter zu stellen, finden Bestreifungen der Polizei in Kooperation mit der Oberförsterei Jüterbog und der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg mit Unterstützung aus der Luft statt.

Besonders wichtig sind auch Hinweise der Bevölkerung zu illegalen Aktivitäten im Naturschutzgebiet. Diese können unter Tel. 0160‐94714845 an die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg übermittelt werden.