Leben für die Wildnis – Hubertus Meckelmann übergibt den Vorstandsvorsitz an Friedrich-Wilhelm Ulmke

Potsdam, 25.07.2018. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Hubertus Meckelmann wird im Ruhestand weiterhin für die Wildnis leben und übergibt nun sein Amt an den zuvor stellvertretenden Vorsitzenden Friedrich-Wilhelm Ulmke. Michael Brombacher, ebenfalls langjähriges Vorstandsmitglied, wird neuer stellvertretender Vorsitzender. Kontinuität und Kampfgeist für die Wildnis sind somit auch im
18. Bestehungsjahr der Stiftung gewahrt.

 

Mit großem Engagement, Mut und unermüdlicher Arbeit hat Hubertus Meckelmann als Vorstandsvorsitzender gemeinsam mit seinem Wegbegleiter Dr. Hans-Joachim Mader (Ratsvorsitzender bis 2016) die im Jahr 2000 gegründete Stiftung Naturlandschaften Brandenburg aufgebaut und entwickelt. Als zwei der ersten Naturschutzakteure setzten sie sich dabei konsequent für den Schutz von Wildnisgebieten in Deutschland ein. Zum Erfolg der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg hat der langjährige ehrenamtliche Einsatz von Hubertus Meckelmann maßgeblich beigetragen. Mit viel Leidenschaft und diplomatischem Gespür ausgestattet, gewann er wertvolle Partner und Förderer für die Stiftung und erwarb sich große Verdienste in Bezug auf die Erweiterung und Arrondierung der Stiftungsflächen.

 

Hubertus Meckelmann war seit Gründung der Stiftung Naturlandschaften Vorstandsvorsitzender und leitete parallel von 1997-2013 auch den Naturpark Nuthe-Nieplitz, der einen Teil der Jüterboger Stiftungsflächen umfasst. Vor seiner Tätigkeit als Naturparkleiter arbeitete er ab 1978 in der Bezirksnaturschutzbehörde in Potsdam und später im Brandenburgischen Umweltministerium in der Abteilung Naturschutz. Im Naturpark und auf den Stiftungsflächen realisierte er Managementmaßnahmen, Biotopverbundprojekte und Naturerlebnisangebote mit großem praktischem Geschick, Energie und Enthusiasmus. Seine Kommunikationsstärke und weithin bekannte sympathische Art waren grundlegend für die erfolgreiche Kooperation mit umliegenden Landnutzern und vielen weiteren Partnern. Als Vermittler zwischen Jagd und Naturschutz setzte er sich außerdem für die Etablierung und Weiterentwicklung naturverträglicher Jagdkonzepte ein und wird auch in Zukunft als Jagdausübungsberechtigter für die Stiftung tätig sein.

 

Mittlerweile besitzt und betreut die Wildnisstiftung 13.600 Hektar Flächen auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen Jüterbog, Heidehof, Lieberose und Tangersdorf in Brandenburg. Auf dem größten Teil der Flächen finden bereits keine Eingriffe mehr in die Natur statt, so dass Wildnis entsteht. Damit leistet die Stiftung einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt, in der die Bundesregierung sich zum Ziel setzt, bis zum Jahr 2020 einen Wildnisanteil von 2 % der Landfläche Deutschlands zu erreichen. Hier gibt es noch viel zu tun und so freut sich die Stiftung darüber, dass Friedrich-Wilhelm Ulmke, hauptberuflich tätig bei der Investitionsbank des Landes Brandenburgs, nun den Vorsitz übernommen hat. Seine Expertise als Vorstandsmitglied der ersten Stunde und vor allem im Finanzwesen wird der Stiftung und den Zielen für mehr Wildnis zu Gute kommen. Sein Stellvertreter Michael Brombacher von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt ist vertraut mit zahlreichen Projekten in großen Naturlandschaften in Europa.

„Wir arbeiten als Wildnisstiftung mit hohem Einsatz an der Ausweitung und Sicherung der Wildnis und haben bereits viele Erfolge erzielt. Dennoch ist es ein weiter Weg, das Wildnisziel zu erreichen und der Natur 2% Deutschlands zurückzugeben. Hier setzen wir in der Wildnisförderung auf starke Partnerschaften und leben einen steten Diskurs mit den verschiedenen Interessengruppen. So werden wir auch in Zukunft ein zentraler Akteur und Botschafter für den Wildnisgedanken sein.“, betont Friedrich-Wilhelm Ulmke. Die nachhaltige Wildnisfinanzierung ist dabei ein wichtiges Thema. Hier geht es nicht nur um Flächenkäufe, sondern vor allem um die Finanzierung der laufenden Betreuung und Verwaltung.

 

Zudem beschäftigt sich die Stiftung mit vielen Zukunftsthemen: Nach dem aktuellen Waldbrand in Lieberose wird zurzeit das Waldbrandschutzkonzept ausgeweitet. Zudem stehen zahlreiche Veranstaltungen und Kooperationen der Stiftung an, wie beispielsweise die Tagungsreihe „Wildnis im Dialog“, die die Stiftung im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz organisiert.

 

Verabschiedung von Hubertus Meckelmann, v.l.n.r.: Dr. Andreas Meißner (Geschäftsführer SNLB), Hubertus Meckelmann (Vorstandsvorsitzender SNLB 2000-2018), Dr. Christof Schenck (Vorsitzender des Stiftungsrates und Direktor der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt), Copyright: SNLB, Fotograf: Axel Steffen